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RUND UM DEN URSPRUNG

Tief im Herzen des Ausseerlandes entspringt die Traun an drei Stellen. Theoretisch. Von einer wundersamen Quellenvermehrung, leidenschaftlichen Paschern und Menschen für die die Schönheit der Landschaft viel mehr als ein schnelles Foto ist.

© Foto Robert Maybach

Zwschschchblblblbl...mit sanftem Blubbern gleitet die Plätte ins Wasser und die Stille ringsum ist gleichzeitig einnehmend wie ein bisschen unheimlich. Vor allem weil die spektakuläre Kulisse nur eines suggeriert: wir nehmen jetzt Kurs aufs Ende der Welt. Beinahe senkrecht stürzen sich ringsum die Felswände des Toten Gebirges wagemutig in den Toplitzsee, lediglich das frühlingshafte Grün der Buchen, Fichten und Tannen mildert ihr grimmiges Antlitz. Gemischt mit dem satten Blau des Himmels färben ihre Schatten die ruhige Wasseroberfläche in ein abstraktes Gemälde in Smaragdgrün, das spontan im Hirn die Geheimtüre mit dem Schild „Fantasie“ aufdrückt. Da, da links die kleinen Luftblasen im Wasser, sind das vielleicht die Kinder des Wassermanns, der einst vorne im Grundlsee den armen Bauern verriet, dass sie tief drinnen im Sandling auf Salz stoßen und somit die Basis zum Überleben finden würden? Und dort oben, dort wo sich die Blätter so heftig bewegen, nehmen da gerade ein paar Kobolde den letzten Schluck, bevor sie den Tag zur Nacht machen, um abends wieder Schabernack mit kleinen Frechlingen zu treiben?

Wart’s ab bis wir erst im Feenwald sind, sagt Matthias Pointinger und steuert die Plätte schnurstracks auf eine dichte grüne Wand zu. Unseren Trugbildern bereits willenlos erlegen, vertrauen wir einfach darauf, dass der Mann weiß, was er tut und den Platz zum Anlegen intus hat. „Toplitz“ kommt zwar aus dem Slawischen und heißt „warmes Wasser“, bei frischen 10 Grad Wassertemperatur will aber kaum jemand baden gehen. 106 Meter geht er runter und ab 18 Metern Tiefe gibt es keinen Sauerstoff, weil sich das Wasser seit der letzten Eiszeit nicht mehr durchgemischt hat, sagt Matthias Pointinger, als sich versteckt unterm dichten Blätterdach eine winzige Bucht auftut.

Feenwald also, denken wir, während wir hinter Matthias Pointinger über moosbewachsene Steine, knorrige Wurzeln und zwischen uralten Baumstämmen weiter dem Ende der Welt entgegenstapfen, allzeit bereit uns dem Tanz der Elfen anzuschließen. Aber genausowenig wie das Ende der Welt tatsächlich eines ist, ist Matthias Pointinger ein verträumter Fantast. Den gelernten Forstmeister und Fischerei-Chef der Österreichischen Bundesforste darf man durchaus als bodenständigen Menschen bezeichnen, der sich allerdings von der wilden Schönheit der Natur hier im tiefsten Winkel des Salzkammerguts immer wieder gerne verzaubern lässt. Gemeinsam streben wir eigentlich einem Anfang entgegen, dem winzigen Kammersee, wo jetzt im Mai der Ursprung der Traun als tosender Wasserfall in knapp 1.000 Metern Höhe aus einer Felswand stürzt. Später im Jahr, wenn die Schneeschmelze vorüber ist, wird er nur mehr als mageres Rinnsal herab tröpfeln. Jetzt aber gibt er die stolze Quelle des Gebirgsflusses, der nach 153 Kilometern in die Donau mündet.

Gut, das mit der Quelle ist jetzt genauso wie mit der Unberührtheit der Natur: es ist eine vom Menschen geschaffene Realität. Genaugenommen hat die Traun nämlich mehrere Quellen und je länger man sich im Ausseerland aufhält umso mehr werden es, weil hier jeder noch einen und noch einen und noch einen geheimen Ursprung kennt. Grob zusammengefasst lassen sich aber drei verifizieren. Den Wasserfall am Kammersee darf man als Ursprung titulieren, weil er am weitesten von der Mündung in Linz entfernt liegt. Als zweite Quelle gilt der Ausseersee, der unterirdisch gespeist wird, und als dritte die Ödenseetraun bei Kainisch, die sich aber davor schon mit der Riedelbachtraun, die im Dachsteingebiet entspringt, in ein Bachbett legt. Sie alle vereinigen sich in Bad Aussee zur Koppentraun, die mit mehreren Zuflüssen hinter dem Hallstättersee schließlich zu einem stattlichen Fluss und zur Traun wird.

Auch der Zauberwald zwischen Kammer- und Toplitzsee ist in Wahrheit eine Schimäre, die uns gerne Millionen Jahre alte Unberührtheit vorgaukelt.

 

Da der Salzabbau in Aussee seit jeher jede Menge Holz zur Abstützung der Stollen und zum Befeuern der Sudpfannen brauchte, mussten Bäume von immer weiter hergeschafft werden, auch aus der schroffen Gegend hinterm Kammersee. Die Fichten hier, sagt Matthias Pointinger, waren leicht, sind gut geschwommen und hatten die richtige Brenntemperatur. Also schlugen im 16. Jahrhundert die Arbeiter per Hand einen etwa 5 Meter schmalen Schwemmkanal in den harten Felsen, durch den die Stämme von den hintersten Gebirgswinkeln über den Kammer- und Toplitzsee zum Grundlsee getrifftet und weiter zu den Salinen transportiert wurden. Heute sehen die mit Moos und Farnen gepolsterten Wände aus, als hätte hier die Natur selbst ein Stückchen kerzengerade Linie ausprobiert.

Bereits vor den Kelten hat es in Hallstatt professionellen Salzabbau gegeben, sagt Matthias Pointinger, der auch Hobbyarchäologe ist. Gemeinsam mit seinen Freunden von der Archäologischen Arbeitsgemeinschaft Salzkammergut hat er vor ein paar Jahren in Kainisch 400 Gegenstände aus der Bronzezeit gefunden, die vermutlich zu einer Kultstätte gehörten. Wir glauben, dass dort auch eine Siedlung war, sagt er. Für weitere Forschungen gibt es aber leider kein Geld, auch in Kainisch ist bereits wieder Gras über die Stätte gewachsen, nur die Fundstücke sind in Bad Aussee im Kammerhaus zu sehen.

Mit Hobby, Beruf und Berufung ist Matthias Pointinger vor 18 Jahren als fertiger Förster jedenfalls im richtigen Eck von Österreich gelandet. Aufgewachsen in St. Johann in Tirol ging er schon als Kind mit seinem Vater, ebenfalls ein Förster, in die Berge. Daraus erwuchs eine Liebe zur Natur, die wohl nie erlöschen wird. An den Grundlseern mag ich, sagt er mit dem Blick des Zugereisten, den sie längst als einen der ihren akzeptiert haben, dass sie eigene Leut’ sind, so naturverbunden, und ein großes Gemeinschaftsgefühl haben.

Das gilt vor allem für die Gößler. Ihr uraltes Bauerndorf liegt abgeschieden knapp vorm Ende der Welt, da wo der Traunursprung in den Grundlsee mündet. Vierzehn Familien sind dort im 15. Jahrhundert dokumentiert, neun Bauern und fünf Kleinkeuschler mit einer Kuh und einer Ziege, allesamt Leibeigene der Herrschaft Pflindsberg. Wann genau die Gößler Bauern auf Obrigkeit und Bevormundung pfiffen und beschlossen sich selbst zu organisieren, weiß man heute nicht mehr so genau. Vor schätzungsweise 400 Jahren, sagt Heidi Rastl vulgo Kössler, deren Hof die Jahreszahl 1492 ziert, flankiert von einem großen X mit oben und unten einem Querstrich. Das ist unser Mauri, sagt Heidi und zerkugelt sich über die Fragezeichen in unseren Gesichtern. Na Kennzeichen, sagt sie und dass die hier halt so heißen und jeder Bauer seit Urzeiten sein eigenes hat. Zumindest seit die Bauern ihren eigenen Dorfrichter stellen. Im Radl, sagt Heidi Rastl, kommt jedes Jahr das Oberhaupt einer der neun Bauersfamilien dran.

Das ist so, das bleibt so, das wird immer so sein. Nein, Halt. 2016 war mit Heidi Rastl erstmals eine Frau dran. 2009 hat die gelernte Trachtenschneiderin den Hof von ihrem Vater übernommen und als der Kössler wieder an der Reihe war, einfach beim Wirten die Dorfrichterschachtel überreicht bekommen. Inhalt: die Schlüsseln der Gemeinschaftshütten auf den Almen und des Bootshauses sowie die handschriftlich geführte Dorfchronik.

Dorfrichter klingt spektakulärer als es ist, sagt Heidi Rastl. Zumeist geht es darum, dass Zäune repariert werden und an welchem Tag das Vieh im Sommer auf die Nieder- und später auf die Hochalm getrieben wird. Etwa achtzig Kühe haben die Gössler gemeinsam und weil es keine Halter mehr gibt, muss alle zwei Tage ein anderer Bauer raufschauen. Auch das passiert in einem seit Jahren eingespielten Rhythmus. Und Streitereien, sagt Heidi Rastl mit einem herzhaften Lachen, werden gemeinsam im Dorfwirtshaus ausdiskutiert. Sollten die aus dem Ruder laufen, darf man der Dorfrichterin durchaus die hemdsärmelige Autorität zutrauen, die Mannsbilder unter Kontrolle zu kriegen. Schließlich kennen sich hier alle von Kindesbeinen an.

Wer hier aufwächst wird schon als Kind mit wundersamen Geschichten abends ins Traumland geschickt, die sich die Menschen in grauer Vorzeit ausdachten, um die Natur und die Welt um sich herum besser zu verstehen. So mancher will es dann auch selber wissen. Mein Vater hat mir die Sage von den drei Wildfräulein im Lieglloch auf der Tauplitz erzählt, sagt Robert Seebacher. Den Bub faszinierten aber weniger die gutmütigen Feen sondern mehr die sagenhafte Dimension der Höhle. Durch den ganzen Berg soll sie gehen, hieß es, und das weckte seinen Forscherdrang. Nach 100 Metern war Schluss, weil sie verstürzt ist, sagt der 47-Jährige, der mittlerweile als Höhlenforscher in den unterirdischen Systemen im Dachstein und im Toten Gebirge fast zu Hause ist.

Letzteres gilt als El Dorado unter Experten, weil neben den ca. 1.500 bekannten Höhlen noch so viele unentdeckt sind. Auch Robert Seebacher hat dort eine 1.000 Meter tiefe Höhle als Erster betreten und durfte ihr einen Namen geben. DÖF – Deutsch-Österreichische Freundschaft – taufte er sie, weil er mit einem deutschen Forscher hinuntergestiegen war.

Neben dem Reiz des Unbekannten, des Forschens und des Vermessens sind es die Funde, die Menschen wie Robert Seebacher ins Innere der Berge ziehen. Elchskelette, Höhlenbärenknochen oder Reste von Höhlenskorpionen geben Aufschluss über die Geschichte unserer Welt. Kurz umrissen entstanden hier vor 220 Millionen Jahren Kalkablagerungen im Tropischen Meer, die sich später im durchrinnenden Quell-, Schmelz- und Regenwasser auflösten und Hohlräume entstehen ließen. 30 Millionen Jahre sind viele Höhlen hier alt, jetzt bilden sich kaum noch welche, nur bei den Karstquellen. Karstquellen, sagt Robert Seebacher, entwässern unterirdisch ein großes Gebiet und sind bei uns in Kainisch die Ursache für das Phänomen der Strumern.

Die Strumern gelten im Ausserland übrigens auch als eine dieser mündlich überlieferten Traunquellen. Irgendwann im Mai, wenn durch Regen und Schneeschmelze das Wasser im Höhlensystem des Dachsteins zu viel wird, sprudeln sie aus den Wiesenböden rund um die Ödenseetraun. Das Spektakel kann ein paar Stunden, ein oder zwei Tage dauern und wird wie ein Volksfest gefeiert.

Noch eindrucksvoller tritt das Phänomen beim Altausseer See auf, wo es „d’Liaga gehen“ heißt, aus dem Totengebirge kommt und natürlich auch als heimliche Traunquelle gilt. Wie Wasserfälle schießen sie plötzlich aus Löchern in der Felswand des Losers, die direkt aus dem See ragt. Wenn es anfangt zu Rauschen, sagt Paul König, springen die Altausseer in ihre Plätten und fahren d’Liaga-Schauen. Dann muss auch er, der Wirt vom Jagdhaus Seewiese schauen, dass alles flott geht und ordentliche Jausen vorbereiten.

Vor über 15 Jahren hat er die Hütte gepachtet, die nur zu Fuß, per Rad oder über den See erreichbar ist. Der schönste Platz der Welt, sagt der Altausseer, der immerhin einst 17 Jahre lang als Servicemann mit dem Ski-Weltcup rund um den Erdball unterwegs war. In der Früh und auf der Nacht, wennst allein bist, hörst die Vögerl zwitschern, die Fische springen und du sitzt nur da und schaust, da geht nichts drüber, sagt Paul König und ganz kurz, eine Millionstel Sekunde vielleicht, spürt man wie freudige Schauer seinen Körper durchrieseln.


Seit die alte Jagdhütte übrigens in einem James-Bond-Film mitspielte und von 007-Daniel Craig stilgerecht in einer Plätte angesteuert wurde, kommen zu den Natur-Fans noch ganz schön viele Schaulustige dazu. Früher, sagt Paul König, kamen die Gäste um den Dachstein zu fotografieren, weil man von hier so einen schönen Blick hat. Heute drehen sie dem mächtigen Berg den Rücken zu und fotografieren die Hütte, sagt er, zuckt mit den Schultern und verschwindet um ein paar frisch gefangene Saiblinge zu räuchern.

Die Altausseer Seewiese Richtung Dachstein ist auch der Lieblingsplatz von Horst Karl Jandl. Sogar ein Ehrenbankerl habe ich dort, sagt der Natur- und Landschaftsmaler aus Altaussee, der lange Zeit von Glasrestaurierungen in Kirchen gelebt hat. Die Leidenschaft des 77-Jährigen war aber immer das Malen. Für seine Skizzen kletterte er früher in den schwierigsten Felswänden herum oder gurtete sich in den höchsten Baumwipfeln an, um die beste Perspektive auf See, Land und Berge zu ergattern. Das geht natürlich heute körperlich nicht mehr, diese Skizzen aber, die er damals in Extrem-Positionen anfertigte, sind nach wie vor Basis seiner Ölbilder. Die Meister Jandl allerdings gar nicht gerne verkauft, manchmal kauft er sie sogar zurück.

Ich war immer ein Beobachter, sagt H.K. Jandl und als solcher hat er auch die Menschen im Ausseerland so porträtiert, als würden sie leibhaftig vor einem stehen. Die Milchbäuerin, der Knoschpenmacher oder die Schreiende Miaz (eine Sennerin mit schriller Stimme) zum Beispiel, die man heute hier nicht mehr trifft, die aber in seinem Atelier als Bilder lebendig sind. Wer dem Maler dort einen Besuch abstattet, schnuppert dazu noch ein bisschen Luft aus der literarischen Vergangenheit von Altausse: hier war einst die Schreibstube von Friedrich Torberg, der in den 1950er Jahren in der alten Villa Königsgarten auf Untermiete lebte.

Musikalischer Zeuge der Arbeitswelt von einst ist der Ausseer Pascher, der heute als Höhepunkt jeder Gstanzlmusik gilt. Der klingt in Bad Aussee anders als 5 Kilometer weiter in Kainisch, und dort wieder anders als der Grundlseer, sagt Hannes Preßl, Chef der Ausseer Bradlmusik. Ursprung für alle waren die Salinen als stabiler Arbeitgeber. Die Grundlseer, zumeist Holzknechte, setzten sich nach dem Schlägern im Wirtshaus zusammen und übertrugen das Klopfen der Äxte aufs Paschen. Die Ausseer wiederum trafen sich nach ihrer Bergwerk-Schicht bei Bier und Wein und imitierten beim Paschen den Rhythmus, mit dem sie die Salzpfannen ausklopften. Dazu drehten sich die Frauen im Kreis.

Es ist ein archaisches Ritual, sagt Hannes Preßl, und entspringt so wie das Schuhplattln dem Balzverhalten der Männer. Die sich, je mehr Pascher mitgehen, gegenseitig aufstacheln. Paschen ist reine Männersache, sagt Hannes Preßl, dem allein die Imagination von paschenden Frauen wie ein Misston ins Gesicht geschrieben steht. Ideal sind zwei bis drei Vorpascher und sechs bis sieben Pascher von denen einer das Kommando hat. Das passiert mit Augenkontakt, hat viel mit gegenseitigen Respekt zu tun und ob es alle mitreißt, hängt sehr von der Stimmung ab. Und die scheint im Ausseerland ziemlich gut zu sein. Unsere Volksmusik-Szene ist sehr vital, sagt Hannes Preßl, wir tun nicht bewahren, wir tun musizieren.

 

Der 53-Jährige Bad Ausseer kam über seinen Vater zur Musik, einen Rumpel- also Ziehharmonikaspieler, der sein Leben lang zum Tanz aufspielte. Hannes Preßl wurde als Kind zum Geigenlernen vergattert, was ihn bald nicht mehr freute. Erst als er den Vater begleiten durfte, sprang der Funken über und machte ihn zu einem leidenschaftlichen Volksmusikanten.

Eine alte Familientradition führt auch Julia Hampel in Grundlsee fort. Genauso wie schon ihre Großeltern und ihre Eltern lernte die 29-Jährige Goldschmiedin und spezialisierte sich auf Trachtenschmuck. Naheliegend, sagt die überzeugte Dirndlträgerin mit geschätzten 36 Dirndln im Schrank, wir sind hier schließlich in der Trachten-Hauptstadt des Landes.

Drei Goldschmiede und Mama Magdalena Steiner-Reiter löten, biegen und drehen Silberdrähte in der Werkstatt, in der kein lautes Geräusch die beschauliche Atmosphäre stört. Würde hier einmal ungewöhnliche Unruhe aufkommen, ein Blick durchs Fenster auf den stillruhenden Grundlsee mit dem Ressen im Rücken würde genügen um jedes Rumpelstilzchen zu erden.

Nach meiner Ausbildung in Graz hab ich mich richtig gefreut, wieder herzukommen, sagt Julia Hampel, die durchaus aufgeweckt und neugierig durchs Leben schreitet. Deshalb sieht sie auch das mit dem Trachtenschmuck nicht so eng. Es gibt die klassische eingeschwärzte silberne Kropfkette mit Granat, die nur zu besonderen Anlässen getragen wird. Aber sonst lässt sie sich gerne von Modernem inspirieren und überträgt das auf trachtige Schmuckstücke für den Alltag. Ich trage ja auch hochhackige Schuhe zum Dirndl, sagt sie und hat dabei diesen typischen Ausseer Gesichtsausdruck: Selbstbewusst und ein bissl stur, aber entspannt und weltoffen. Schließlich lebt man hier ja nicht am Ende der Welt.   

Traunquellen

Servus MagaziN Mai 2017